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Ihr Kind möchte konfirmiert werden?
Du möchtest konfirmiert werden?

Die Konfirmation ist ein Schritt Richtung Erwachsen-Sein. Früher endete mit der Konfirmation die Schul- und damit die Kinderzeit. Das ist zwar heute anders, aber trotzdem ist das Alter um die 14 für viele eine Zeit des Umbruchs. Die Konfirmandenzeit möchte dabei eine Hilfe sein.

Konfirmation ist Bestätigung. Bestätigung des eigenen Glaubens, Bestätigung des Angebots Gottes an uns Menschen. Bestätigung aber auch des Weges, den Eltern und Paten in der Taufe stellvertretend für ihr Kind eingeschlagen haben.

Wenn es auf die Konfirmandenzeit zugeht, stellen sich jedoch zunächst einige ganz praktische Fragen:

  • Wie lange dauert die Konfirmandenzeit? Wann fängt sie an? Wie und wann muss ich mich anmelden?
  • Wie verläuft die Konfirmandenzeit?
  • Wann ist die Konfirmation und was passiert da?
  • Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
  • Was ist, wenn ich nicht getauft bin?

Wie lange dauert die Konfirmandenzeit? Wann fängt sie an? Wie und wann muss ich mich anmelden?

Bei uns in Neuenhaßlau und Gondsroth dauert die Konfirmandenzeit ungefähr ein Jahr. Der Unterricht beginnt im Mai, es folgt der Gottesdienst zur Aufnahme der neuen Konfirmanden und Konfirmandinnen Anfang Juni. Ab diesem Tag sind die Jungen und Mädchen offiziell als Konfirmandinnen und Konfirmanden eingeführt - mit allen Rechten und Pflichten (dazu unten mehr).

Schon vorher, meistens Mitte April, wird zu einem Anmeldungsabend eingeladen. Dazu sollten alle diejenigen kommen, die im nächsten Jahr konfirmiert werden möchten - und außerdem deren Eltern oder jedenfalls ein Elternteil. An Dokumenten benötigen Sie die Geburts- und die Taufurkunde (falls vorhanden) - am besten das Familienstammbuch. Die Pfarrerin oder der Pfarrer benötigen dann einen Anmeldebogen, ausgefüllt und (von den Eltern) unterschrieben. Das hat auch versicherungsrechtliche Gründe und ist unter anderem Voraussetzung für die Gewährung von Schulfreiheit bei Konfirmandenfreizeiten.

Ähnlich wie bei anderen Amtshandlungen der Kirche (Taufe, Trauungen, Beerdigungen) ist in der Regel der Pfarrer oder die Pfarrerin zuständig, in dessen/deren Bezirk man wohnt. Alles andere ist Vereinbarungssache.

Teilen Sie bitte am besten schon bei der Anmeldung etwaige Besonderheiten mit, zum Beispiel wenn Ihr Kind an einer Allergie leidet.

Wie verläuft die Konfirmandenzeit?

Die Konfirmandenzeit ist ein Prozess, der eine bestimmte Zeit dauert und in verschiedenen Phasen verläuft. Deshalb ist es wichtig, dass alle an allen Phasen teilnehmen.
Wichtig ist dabei neben der Auseinandersetzung mit sich und seinem Glauben auch das Erleben innerhalb der Gruppe und dass eine Gemeinschaft entsteht. Dies gehört untrennbar mit zu den Erfahrungen hinzu, die eine Konfirmandenzeit ausmachen.

Bei uns hat die Konfirmandenzeit mehrere Elemente:

Die wöchentliche Konfirmandenstunde (der "klassische" Konfirmandenunterricht) - dienstags von 17.00 bis 18.30 Uhr im halbjährigen Wechsel zwischen Gondsroth und Neuenhaßlau. Dabei steht die Arbeit an Themen und Texten im Vordergrund.Konfirmandentage - in der Regel samstags. Dabei können umfangreichere Themen am Stück bearbeitet werden. Außerdem sind alle viel ausgeruhter als nach einem langen Schultag.Konfirmandenfreizeiten - wir machen eine Freizeit von drei Tagen (dazu gibt es schulfrei) und ein oder mehrere Ganztagesausflüge, meist zu diakonischen Einrichtungen oder Ähnlichem.Der sonntägliche Gottesdienstbesuch  - Pflicht sind 25 Gottesdienstbesuche während der gesamten Konfirmandenzeit, der Besuch wird am Ende jedes Gottesdienstes von einem der diensthabenden KirchenvorsteherInnen bescheinigt. Natürlich können nicht nur Sonntags-Gottesdienste, sondern auch Hochzeiten, Konfirmationsjubiläen oder besondere Andachten  besucht werden.Ein Vorstellungsgottesdienst, den die Konfirmandengruppe selbst erarbeitet und hält. Sie stellt sich damit selbst vor und verantwortet Inhalte und Durchführung des Gottesdienstes eigenständig.Der "Konfi-Paß" - unsere Konfirmanden erfüllen im Laufe des Jahres verschiedene Aufgaben in der Gemeinde. Der "Konfi-Paß enthält dazu Vorschläge für Dienste in verschiedenen Gemeindegruppen (Jungschar, Kinderkirche, Bücherei, Seniorennachmittage, Besuchdienstkreis, Kirchenkino, etc.). 4 Aktivitäten sind "vorgeschrieben". Hin und wieder nehmen die Konfirmandinnen auch aktiv am Gottesdienst teil, indem sie Schriftlesung oder Fürbitten übernehmen.Lernstücke
Folgende Themenbereiche werden im Laufe der Konfirmandenzeit abgehandelt:

  • Psalm 23
  • Die 10 Gebote
  • Glaubensbekenntnis
  • Vater Unser
  • Gottesdienstablauf mit Liturgischen Texten
  • Das Kirchenjahr
  • Bedeutung der Taufe
  • Bedeutung des Abendmahls
  • Bedeutung der Konfirmation

Sie sollten sich die Konfirmanden einprägen. Bei einem Abschlussgespräch an Ende der Konfirmandenzeit werden sich die Konfirmanden mit einigen KirchenvorsteherInnen darüber unterhalten.Schließlich gibt es Elternabende zum Austausch und Mitteilung von Informationen.

Wann ist die Konfirmation und was passiert da?

Die Konfirmation schließt die Konfirmandenzeit mit einem festlichen Gottesdienst ab.

Am Abend vor dem Konfirmationsgottesdienst findet um 18.00 Uhr die Abendmahlfeier statt. Es wird jedoch für die Konfirmandengruppe nicht das erste Abendmahl sein - oft wird in der Freizeit dieses Thema bearbeitet und dann wird natürlich auch Abendmahl gefeiert. Das Abendmahl zur Konfirmation ist aber Zeichen der Gemeinschaft über die Konfirmandengruppe hinaus.

Im Zentrum des Konfirmationsgottesdienst am Sonntag um 14.00 Uhr steht die Einsegnung, die eigentliche Konfirmation. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden knien dazu. Dabei wird auch derKonfirmationsspruch verlesen, den sie sich vorher ausgesucht haben (Vorschläge im Anhang). Er steht auch auf der Urkunde, die sie anschließend erhalten.

Der Termin der Konfirmation ist bei uns grundsätzlich festgelegt: auf den vierten Sonntag nach Ostern (Kantate) in Gondsroth und auf dem fünften Sonntag nach Ostern (Rogate) in Neuenhaßlau.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Die Voraussetzungen für die Konfirmandenzeit sind zunächst einmal:

Interesse an der Sache und an der Gemeinschaft mit anderen

Selbstverständlich geht es um christliche Themen, um Tradition und biblische Geschichten. Hin und wieder wird auch etwas auswendig gelernt (wobei das längst nicht mehr den  Stellenwert hat wie früher). Oft ist es aber auch gerade das Verhalten innerhalb der Gruppe, der Umgang miteinander und mit andern, das christliche Themen und Werte deutlich macht.

Die Bereitschaft, sich auf einen etwa einjährigen Prozess einzulassen

Lehrreich und bewegend ist oft gerade die Entwicklung, die die Gruppe und auch die einzelnen innerhalb der Gruppe im Verlauf des Jahres durchmachen. Deshalb gehören alle die verschiedenen Teile der Konfirmandenzeit zusammen und es kann nur schwer etwas fehlen. Das bedeutet, dass während der Konfirmandenzeit im Konfliktfall andere Interessen und Beschäftigungen (z. B. Sportvereine) zurückstehen müssen.

Spaß, Humor, Spontaneität und Kreativität

Denn natürlich ist die Konfirmandenzeit keine nur bierernste Sache. Da wird auch gelacht, gescherzt, gesungen, gemalt, ...

Die - sozusagen - dinglichen Voraussetzungen sind: eine Lutherbibel (von 1984), ein Evangelisches Gesangbuch (EG, hessische Ausgabe), "Kursbuch Konfirmation" (wird gemeinsam angeschafft) und natürlich Heft und Stifte usw. Übrigens: Der Kleine Katechismus Martin Luthers - wenn er denn gebraucht wird - ist im Gesangbuch abgedruckt (EG 806)

Was ist, wenn ich nicht getauft bin?

Natürlich ist es kein Problem, wenn ein Konfirmand oder eine Konfirmandin noch nicht getauft ist. Das geschieht dann im Verlauf der Konfirmandenzeit, wann genau ist Vereinbarungssache. Immerhin ist das ja eine Gelegenheit, in der Konfirmandengruppe ausführlich über das Thema Taufe zu reden.

Genau genommen ist dies sogar die ursprüngliche Form des Beitritts zur christlichen Gemeinde. Denn der setzt den Glauben und der Glaube wiederum eine gewisse Kenntnis und Urteilsfähigkeit voraus. So gesehen ist die Konfirmandenzeit ohnehin nachgeholter Taufunterricht.

Unter "Rat und Hilfe" - Taufe auf unserer Homepage finden Sie noch mehr zum Thema Taufe, einiges zur Erwachsenentaufe (was die Konfirmandentaufe ja eigentlich ist), und theologische Hintergründe zum Thema Taufe.

© M. Ebersohn

Kontakt

Evangelische Kirchengemeinde
Neuenhaßlau-Gondsroth
Pfarrer Ulrich Briesewitz
Hasselbachstr. 9
63594 Hasselroth
Tel. 06055/2313

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